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Themengalerie: Messfahrten ÖBB E-Talent

Die "Messzug-Saison" 2006 eröffneten drei "Talent"-Triebzüge der Österreichischen Bundesbahnen. Die dort als Baureihen 4023 (3-teilig) und 4024 (4-teilig) bezeichneten, gut 150 Elektrotriebzüge werden mittlerweile in weiten Teilen Österreichs als Nahverkehrs- und S-Bahn-Züge eingesetzt, unter anderem auch in Salzburg.

Ab dem 17. Juni 2006 sollte die Salzburger S-Bahn bis ins deutsche Berchtesgaden rollen, die Zulassung für DB-Geleise lag zu diesem Zeitpunkt aber nur für einzeln fahrende Fahrzeuge vor. Zur Erprobung der Mehrfachtraktion fanden Ende April 2006 Messfahrten zwischen Treuchtlingen und Gunzenhausen statt, wobei 4024 015 und 018 sowie 4023 003 in unterschiedlichen Zusammenstellungen pendelten.

Mittlerweile wurden die grenzüberschreitenden Einsätze sogar ausgedehnt, beispielsweise fahren die Triebzüge nun auch nach Rosenheim.

Nachdem die drei Triebzüge durch die Systemtechnik-110er in Ösiland abgeholt und nach Treuchtlingen geschleppt wurde begann man auch direkt mit den Versuchsfahrten.
Recht spät war er aber, der Frühling 2006. Auch das Getreide war entsprechend noch recht weit hinten in der Entwicklung, so wie hier in der "Füllgrube". Bis auf die Antriebseinheiten am Zuganfang / -ende ist der Talent durchgehend niederflurig, wie man hier deutlich erkennt.
Hier deutlich zu sehen, auch wenn weit weg: Die Jakobs-Drehgestelle. Die Wagenkästen stützen sich dabei je zur Hälfte auf einem Drehgestell ab. Das Akronym TALENT steht übrigens für Talbot leichter Nahverkehrs-Triebwagen.
Auffallend auch die großen Kästen auf dem Dach, in denen die Klimaanlagen untergebracht sind. Ebenfalls auffallend ist das nur ein Stromabnehmer angebracht wurde, der die beiden unabhängigen Antriebseinheiten in den "Triebköpfen" mit Strom versorgt.
Hier erkennt man deutlich den recht ovalen Querschnitt der Wagenkästen für die Neigetechnik (Stichwort Lichtraumprofil) sowie die aerodynamische Nase. Der Talent ist prinzipiell zum wackeln ausgelegt, nur Norwegen hat bislang jedoch diese Technik auch beschafft. Die anderen Kunden wie DB AG, ÖBB und MAV sowie div. Privatbahnen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada nutzen nur die normale Version.
Die ÖBB hat dabei neben den 4023 und 4024 auch 20 Züge Baureihe 4124 beschafft, einen 4teilige Mehrsystemvariante für 15- und 25kV Netze im Grenzüberschreitenden Verkehr nach Ungarn. Für den Einsatz im Winter erhielten die Züge recht große Schneeräumer an der Front.
Zum Abschluß noch zwei Bilder aus dem grenzüberschreitenden Einsatz nach Deutschland: 4024 079 verlässt hier als Regionalbahn nach Innsbruck den letzten Bahnhof auf deutschem Gebiet, Kiefersfelden, und wird in Kürze Kufstein erreichen.
4024 083 hingegen fährt noch ein Stückchen weiter, nach Ötztal. Auch ihr Zug, die Regionalbahn 5115, beginnt jedoch im deutschen Rosenheim und fährt über Kufstein. Auf dieser Strecke wurden vorher hauptsächlich Alpenstaubsauger Br 1144 mit CityShuttle-Wagen eingesetzt.
 
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